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Einsätze > 2021 > Oktober 2021
 
 
 

Einsatzdatum/ Einsatznr.:

22.10.2021

Lfd. Nr.: 190

Alarmierungszeit:

11:15 Uhr

Einsatzstichwort:

B2 Dach/Treppe

Einsatzort:

Borna, Neue Platekaer Straße

Fahrzeuge:

ELW 1, HLF 20, DLK 23/12, SW 2000, TLF Wald

Weitere Einsatzkräfte:

- Feuerwehr Eula
- Feuerwehr Thräna
- Feuerwehr Zedtlitz
- Feuerwehr Neukirchen
- Feuerwehrtechnisches Zentrum LK Leipzig mit dem Gerätewagen Atemschutz
- Feuerwehr Elstertrebnitz mit dem ABC-Erkundungskraftwagen
- Stellv. Kreisbrandmeister Bereich Borna

- Organisatorischer Leiter Rettungsdienst
- SEG Betreuung
- SEG Versorgung
- mehrerePolizeikräfte
- Notarzt
- mehrere Rettungswagen
- Oberbürgermeisterin der Stadt Borna
- Ordnungsamt der Stadt Borna
- Städtische Werke Borna SWB

Bericht:
Wir waren gerade mit dem vorherigen Einsatz fertig, als 11:15 Uhr die Alarmierung nach Gnandorf erfolgte. Innerhalb von wenigen Minuten waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort. Sofort leiteten die Kameraden die Brandbekämpfung ein. Durch die enorme Hitze und die extreme Rauchentwicklung war ein Vorstoß zum Brandherd allerdings sehr erschwert. Gleichzeitig sorgten die verschlossenen Brandschutztüren für einige Schwierigkeiten. Nur durch extreme Gewalt konnten diese geöffnet werden und die Brandbekämpfung erfolgen.

Aufgrund der extremen Rauchentwicklung wurden die Anwohner über die Drehleiter, einer Schiebleiter und mit Hilfe von Fluchthauben aus dem Gebäude evakuiert. Dies betraf gleich zwei Eingänge, da diese miteinander verbunden sind.

Durch die große Anzahl der betroffenen Personen, wurde der Organisatorischer Leiter Rettungsdienst nachgefordert. Dieser entschied die Alarmierung der SEG Betreuung und der SEG Versorgung. Diese Rettungsdiensteinheiten kümmerten sich um die zeitweilige Betreuung und Versorgung der Anwohner. Ebenfalls versorgten sie und die Besatzungen der Rettungswagen und des Notarztes die 8 verletzten Personen (1 x Transport ins KH, 7 x leichtverletzt durch Rauchgasintoxikation).

Da absehbar war, dass die Brandbekämpfung und die Nachlöscharbeiten einige Zeit in Anspruch nehmen, wurden zügig weitere Feuerwehrkräfte und das FTZ alarmiert. Insgesamt waren 13 Trupps unter schwerem Atemschutz im Gebäude.
Nur durch einem extremen Materialeinsatz und der Verwendung von Schaum und Netzmittel, konnte ein Erfolg bei der Brandbekämpfung erzielt werden. Nachdem auch die Nachlöscharbeiten erledigt waren, welche mehrere Stunden in Anspruch nahmen, wurde das Gebäude durch die Besatzung des ABC-Erkundungskraftwagen durchgemessen. Im Anschluss konnten die Bewohner, gemeinsam mit der Polizei, in ihre Wohnungen um die nötigsten privaten Dinge zu holen. Beide Eingänge sind zurzeit nicht bewohnbar.

Neben der SWB, welche den Strom abschalteten, war auch die Oberbürgermeisterin und das Ordnungsamt vor Ort. Frau Luedtke kümmerte sich, gemeinsam mit den Mitarbeitern der Verwaltung nicht nur um die Verpflegung der Einsatzkräfte, sondern auch um die Unterbringung der Anwohner.

Ein weiteres Problem war, laut Stadtwehrleiter Kai Noeske, die Aufstellmöglichkeiten für die Drehleiter. Um die höheren Stockwerke zu erreichen, ist ein bestimmter Platz nötig. Leider steht uns dieser, aufgrund von Parkplätzen und Baumwuchs, selten zur Verfügung. So auch in diesem Einsatz.

Trotz aller Schwierigkeiten, führte ein schnelles, sicheres und konsequentes Handeln zu einem Einsatzerfolg. Gerade die Zusammenarbeit und die Einsatzbereitschaft aller beteiligten Einsatzkräfte ist hier hervorzuheben.

 
 
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